Paura – Angst

In einer Gruppenselbsterfahrung zum Thema „Ich von A-Z“ durfte ich mich beim Buchstaben „A“ mit meiner Angst beschäftigen. Die Aufgabe war folgende – Zeichne deine Ängste auf ein Blatt Papier, das ganze rein intuitiv, fühl dich rein und lass deiner Kreativität freien Lauf.
Ich bringe meinen ersten Gedanken aufs Papier und zeichne eine Person mit traurigem Gesichtsausdruck und eine zweite Person mit lächelnden Gesichtsausdruck. Diese Zweite Person wendet der ersten aber den Rücken zu. Sie wendet sich ab und geht lächelnd davon. Dies spiegelt meine meine Verlustangst wieder.
Sie kam schon so oft vor und es geht dabei gar nicht um Verluste durch Todesfälle, sondern durch Menschen die sich bewusst von mir abwenden. Egal ob dies Familie, Freund:innen, Kolleg:innen oder wer auch immer in meinem Leben war. Ich habe große Angst davor, dass sich Menschen bewusst von mir entfernen. Dies bringt auch mein Glaubenssatz „nicht gut genug“ zu sein mit sich. Dieser verstärkt das ganze in einigen Situationen.

Aber an diesem Tag, im Seminar konnte ich genauer hinsehen.

Wie kannst du diese Übung für dich nutzen?

Was wurde aus meiner Zeichnung?
In dieser Gruppenselbsterfahrung waren wir 9 Personen und jede und jeder hat ein Bild gemalt. Wir haben nicht über unser gemaltes Bild gesprochen und nicht erklärt was auf dem Bild zu sehen ist. Die Bilder wurden dann am Boden ausgelegt und instinktiv mussten jede und jeder von uns und dann bei den anderen Bildern etwas dazu malen, dass dem Bild helfen oder es „verschönern“ könnte.

Dies war zum einen eine lustige Übung und zum anderen eine nette Art, wie sich fremde Menschen „Tipps“ geben, die keine Tipps sind. Denn auch über die dazu gezeichneten Dinge wurde nicht gesprochen. Also sind auch diese „Tipps“ nur eigene Interpretationen von dem was man sieht.

Das heißt die Problemlösung für meine Angst kommt wieder von mir selbst. In Gang gesetzt von Menschen die es gut meinten und keine Ahnung hatten worum es wirklich geht, sondern nur interpretierten.

Das kannst du gerne ausprobieren.
Mal deine Angst auf und gib das Bild Freund:innen oder Familienmitgliedern. Sie sollen es ergänzen mit etwas, dass dem Bild gut tun könnte ohne darüber zu sprechen.

Dir werden dann automatisch Ideen kommen wie du mit deiner Angst für dich besser umgehen kannst.

Viel Spaß dabei!


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